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DE-ÖKO-006

Zahlen und Fakten - die Bio-Branche

Bio lohnt sich!

2019 betrug das durchschnittliche Einkommen jeder Arbeitskraft in einem Bio-Betrieb 37.450 EUR und liegt damit leicht über dem deutschen Durchschnittsgehalt von ca. 36.000 EUR*.

Aufgrund der schlechten Ernte im Wirtschaftsjahr 2018/19 fiel der Gewinn der Bio-Betriebe plus Personalaufwand je Arbeitskraft um 6%. Dennoch lag das Einkommen der Bio-Betriebe um 36% höher als das der konventionellen Vergleichsbetriebe. Dies ist vor allem auf verhältnismäßig höhere Ertragsverluste der konventionellen Betriebe sowie einen deutlicheren Anstieg der Kosten für konventionell erzeugte Futtermittel zurückzuführen*.

28% der Öko-Betriebe konnten einen mindestens doppelt so hohen Gewinn erzielen wie ihre konventionellen Vergleichsbetriebe*.

2019 stellten täglich mehr als 5 Landwirte ihren Betrieb auf ökologische Landwirtschaft um*.

Die deutsche Öko-Fläche wuchs in 2019 auf 1.622.103 ha, und beträgt damit über 10% der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland*.

Insgesamt wurden 62,6% der deutschen Öko-Flächen nach den hohen Standards der Verbände bewirtschaftet*.

Die Verkaufserlöse der Bio-Landwirte stiegen 2018 um knapp 11% auf 2,39 Mrd. EUR. Der Anstieg ging stärker auf das Konto der tierischen Produkte. Insbesondere die Bio-Milch legte zu - seit 2010 verdoppelten die Milchbauern die deutsche Bio-Milchmenge*.

Die Erzeugerpreise für die meisten Bio-Produkte sind trotz größerer Produktion stabil geblieben oder nur leicht gesunken. Das spricht für die anhaltend gute Nachfrage, vor allem auch nach heimischen Bio-Produkten, und für die häufiger geschlossenen langfristigen Kontrakte zwischen Landwirten und Verarbeitern*.

2019 gaben die Deutschen knapp 10% mehr und damit insgesamt 11,97 Mrd. EUR für Bio-Lebensmittel und -Getränke aus. Der Anteil vom Lebensmitteleinzehandel liegt bei 59,6% und von Naturkostfachgeschäften 26,6%. Sonstige Geschäfte wie Reformhäuser, Bäckereien, Metzgereien, Hofläden, Lieferdienste und Wochenmärkte haben einen Anteil von 13,9%. Bemerkenswert: Der Bio-Facheinzelhandel gewann 2019 teilweise über 10% Neukunden hinzu*.

In allen Produktgruppen legte der Umsatz von Bio-Produkten spürbar zu. Die höchsten Öko-Umsatzanteile am gesamten Lebensmittelmarkt erreichten Bio-Mehl mit 26%, -Eier mit 23% und -Konsummilch mit 14,4%.*

Europaweit entwickelte sich der Bio-Markt weiter positiv, auch wenn das Wachstum von 8% in 2018 etwas verhaltener als in den Vorjahren ausfiel. In ganz Europa stieg der Bio-Markt auf 40,7 Mrd. EUR, davon 37,4 Mrd. EUR in der Europäischen Union*.

Dänemark erreichte 2018 mit 11,5% den 1. Platz weltweit beim Bio-Marktanteil, gefolgt von der Schweiz mit 9,9% sowie Schweden mit 9,6%. Deutschland belegte mit 5,3% Bio-Umsatzanteil am gesamten Lebensmittelmarkt den 6. Platz*.

Bio und Nachhaltigkeit - hätten Sie es gewußt?

Auf Bio-Höfen sind die Stickstoffauswaschungen 40 bis 64% geringer als auf konventionellen Höfen*.

1,5 Millionen Tonnen CO2 spart der Öko-Landbau pro Jahr allein in Deutschland. Das entspricht den Emissionen des Landes Malta*.

In bio-bewirtschafteten Böden ist das Vorkommen von Regenwurmpopulationen im Durschnitt um 78% und deren Biomasse um 94% höher. Auch die Artenvielfalt profitiert: Bio-Äcker beherbergen im Schnitt 94% mehr Wildkrautarten am Feldrand als konventionelle Flächen*.

Sie möchten noch mehr über die Bio-Branche erfahren? Weitere Zahlen und Fakten liefert der Bericht des BÖLW.

*Quelle: BÖLW (2020)