EG-Öko-Verordnung

Allgemeine Informationen

Die neue  EG-Öko-Verordnung (EG) Nr. 834/2007 und ihre Durchführungsbestimmungen gelten seit dem 01. Januar 2009. Indem sie EU-weit geltende Vorschriften zu Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Einfuhr von Öko-Produkte beinhaltet und zusätzlich die Kontrolle und Kennzeichnung von Öko-Produkten regelt, verhindert sie einen  Missbrauch der geschützten Begriffe "Bio" und "Öko".

Für wen ist es gedacht

Unternehmen, die Lebensmittel aus ökologischem Landbau selbst erzeugen, aufbereiten, handeln oder aus Drittländern importieren, müssen die gesetzlichen Mindeststandards der EG-Öko-Verordnung einhalten und sich dem Öko-Kontrollverfahren unterziehen. Auch für die Teilnahme an verschiedenen Förderprogrammen der Bundesländer (z.B. HIAP in Hessen, KULAP in Bayern) ist ein Nachweis über die Kontrolle nach der EG-Öko-Verordnung notwendig.

Anforderungen

Die EG-Öko-Verordnung beinhaltet die wesentlichen Vorschriften zur ökologischen Lebensmittelproduktion:

  • Erzeuger und Verarbeiter dürfen keine gentechnisch veränderten Organismen oder deren Derivate einsetzen.
  • Leitbild der ökologischen Erzeugung ist der möglichst geschlossene Betriebskreislauf zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch.

 

Im ökologischen Pflanzenbau

  • liegt das Hauptaugenmerk der Erzeuger auf der Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit.
  • verzichten Erzeuger auf umweltbelastende synthetische Pestizide und leichtlösliche Mineraldünger.
  • nutzen Erzeuger vielfältige Fruchtfolgen mit stickstoffbindenden Leguminosen wie Klee zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und zum Pflanzenschutz.
  • verwenden Erzeuger Saat- und Pflanzgut in ökologischer Qualität.

 

In der ökologischen Tierhaltung

  • steht die artgerechte und flächengebunden Tierhaltung mit ausreichender Einstreu und vorgegebenen Mindeststall- und Außenflächen im Vordergrund.
  • werden den Tieren jederzeit Ausläufe und je nach Tierart Weideflächen angeboten.
  • ist die ganzjährige Anbindehaltung von Rindern und Käfighaltung von Hühnern und Ferkeln verboten.
  • werden vitale und widerstandsfähige Tiere aus ökologischer Herkunft genutzt.
  • werden Futtermittel aus ökologischer Erzeugung vorzugsweise vom eigenen Betrieb eingesetzt.

 

Weiterhin regelt die EU-Öko-Verordnung die Anforderungen an die Waren-Deklaration. Hierzu finden Sie weitere Informationen unter www.bio-siegel.de.

In den undefinedGrundsätzen der ökologischen Wirtschaftsweise und der EG-Öko-Verordnung finden Sie weitere Informationen.

Was macht die ABCERT AG

In ABCERT finden Sie einen zuverlässigen und kompetenten Partner für die Öko-Zertifizierung Ihres landwirtschaftlichen Unternehmens!

Als staatlich anerkannte Kontrollstelle achten wir darauf, dass Sie die gesetzlichen Vorschriften der EG-Öko-Verordnung bei der Erzeugung von ökologischen Produkten einhalten.
Einmal jährlich überprüfen die erfahrenen ABCERT-Kontrolleure Ihr gesamtes Unternehmen, sie nehmen dabei Einsicht in:

  • die Betriebsstätten und die Produktion
  • die Betriebsabläufe und Warenflüsse
  • die Aufzeichnungen über Ein- und Verkäufe
  • die Wareneingangs- und Warenausgangsdokumentation.  
  • Zusätzlich werden unangekündigte Stichproben und Nachkontrollen durchgeführt.


Erfüllt Ihr Unternehmen die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung, erhalten Sie von uns Ihr Zertifikat. Dieses berechtigt Sie, die Produkte Ihres Unternehmens als "Bio" oder "Öko auszuzeichnen.

Was müssen Sie tun

Wenn Sie Bio-Lebensmittel nach der EG-Öko-Verordnung produzieren möchten, schließen Sie einen Kontrollvertrag mit ABCERT ab. Alle notwendigen Unterlagen dafür finden Sie hier.

Nach Vertragsabschluss teilen wir Ihnen innerhalb kurzer Zeit Ihre Kontrollnummer mit. Unter dieser Nummer melden wir  Sie bei der zuständigen Behörde als Biobetrieb an.
Zur Terminvereinbarung für Ihre Erstkontrolle setzt sich dann ein kompetenter Kontrolleur mit Ihnen in Verbindung.